15.08.2013 11:34 Alter: 8 yrs
Kategorie: Leistungen
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Akupunktur


Was ist Akupunktur?

Die Akupunktur als Bestandteil der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt. Durch Stimulation bestimmter Punkte der Körperoberfläche, den Akupunkturpunkten, können Störungen im Körperinneren beseitigt werden.

Die Akupunkturpunkte liegen auf Leitlinien, so genannten Meridianen, die den gesamten Körper überziehen. Verglichen mit einem Kanalsystem (Meridiane) sind die Akupunkturpunkte die Kanaldeckel, an denen der Therapeut Zugriff auf die Kanäle hat. Nach Auffassung der TCM fließt in den Meridianen die Lebensenergie Qi mit ihren beiden Anteilen Yin und Yang. In einem gesunden Organismus befinden sich diese gegensätzlichen Kräfte im Gleichgewicht. Die Akupunktur behandelt Störungen im Energiefluss und versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem durch Stimulation der Akupunkturpunkte Energie je nach Bedarf zugeführt, abgeleitet oder von einem Meridian in einen anderen umgeleitet wird.

Techniken der Akupunktur

Die gängigste Technik ist das Stechen von feinen Metallnadeln in die Akupunkturpunkte.

Weiterhin können die Punkte durch Wärme (Moxen), Druck durch Massage (Akupressur), Laser, Strom, Ultraschall oder die Injektion von Medikamenten gereizt werden. Bei einigen Krankheitsbildern lässt man bestimmte, auf Gefäßen liegende Akupunkturpunkte bluten (Hemoakupunktur).

Die Akupunktur - Behandlung

Nach einer gründlichen Anamnese (Aufnehmen der Krankengeschichte) und der Untersuchung des Tieres werden die Akupunkturnadeln gesetzt. Das Einstechen der Nadel in die Haut wird von einigen Patienten als kurzer, geringer Schmerz empfunden. Die Nadeln verbleiben in der Regel 20 - 30 Minuten an Ort und Stelle. Dies ist schmerzfrei und wird von den Patienten gut toleriert. Die meisten Tiere entspannen sich bereits nach wenigen Minuten deutlich, was sich durch Gähnen, Kaubewegungen, Flatulenz (Blähungen) und Urinabsatz zeigen kann. Je nach Krankheitsbild und Reaktionslage des Patienten werden die Tiere einmal oder mehrfach im Abstand von 3 - 14 Tagen akupunktiert.

Anwendungsgebiete der Akupunktur

Eines der Hauptanwendungsgebiete der Akupunktur in der Tiermedizin ist die Schmerztherapie des Bewegungsapparates. Diese umfasst akute Erkrankungen wie Diskopathien (Dackellähme) und chronische Beschwerden wie Hüftgelenksdysplasie oder Spondylosen. Aufgrund ihrer schonenden Wirkung kann die Akupunktur mit allen Medikamenten und sonstigen Therapieformen kombiniert werden. Sie unterstützt den Muskelaufbau und die Koordinationsfähigkeit nach Operationen, lindert Schmerzen und entspannt die Muskulatur.

Weitere gängige Einsatzgebiete sind die Lahmheitsdiagnostik und -therapie, die Inkontinenz der kastrierten Hündin, Verdauungsprobleme oder auch psychische Störungen.

Wie alle regulationsmedizinischen Therapieformen kann die Akupunktur zerstörte Strukturen (z.B. Frakturen) nicht wiederherstellen. Hier kann sie allenfalls unterstützend eingesetzt werden.